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Amanda und ihre Lieblingspatientin

Hier stelle ich Dir mit vielen Fotos meine Amanda noch einmal separat vor mit ihrer Lieblingspatientin. Diese Patientin hat Amanda bis zum letzten Atemzug betreut, sie war über nichts glücklicher, als ihre Nähe was voll und ganz auf Gegenseitigkeit beruhte.

Amanda hat jede Nacht bei Uschi im Bett geschlafen, Bilder vom Bett werden hier verständlicherweise nicht gezeigt. Es war ein so gutes und tolles Verhältnis von beiden, fast unglaublich aber wahr - mache Dir Dein eigenes Bild wenn Du diese Fotos anschaust.

Ganz wichtig ist anzumerken, dass es Uschis letzter Wunsch war, dass Amanda mit zur Beerdigung geht. Nun mache einmal den Verantwortlichen vom Friedhofsamt klar dass ein Hund mit zum Gottedienst und zur Beerdigung mitgehen soll. Es war fast eine unlösbare Aufgabe für mich aber ich habe es geschafft auf den letzten Drücker dass sie durfte. Und was soll ich Dir sagen, Amanda hat sich vorbildlicher als mancher menschliche Besucher in Kirche und am Urnengrab benommen und ich bin heute noch davon überzeugt, dass Amanda sehr wohl wusste was an diesem Tag vor sich gegangen ist. Es war der  06.März 2010, am 28.Febuar 2010 ist Uschi verstorben.

So, nun wieder ein paar Zeilen, bevor die nächsten Fotos in einer Diashow angezeigt werden. Gleichzeitig muss ich auch erwähnen, dass diese Uschi auch meine Lieblingspatientin war. Inzwischen wo sie schon 12 Jahre tot ist, darf ich das auch mit ruhigem Gewissen sagen, ohne einer/m anderen Patient / in zu verletzen. Uschi war eine sehr gepflegte Frau, trotzdem dass sie todsterbenskrank war, legte sie sehr großen Wert auf körperliche Hygiene. Morgns aufstehen und duschen lassen - ohne duschen begann kein Tag für sie. Je nachdem wie der Tag verlief musste ich sie auch zweimal duschen.

Essen konnte sie leider kaum. Wie Du auf den Fotos unschwer erkennen kannst wo sie nicht mehr viel und wie weit ihre Erkrankung fortgeschritten war sieht man auf den Fotos auch sehr gut.

Dass ich Uschi zur Pflege bekam das war für sie und auch für Amanda ein Glück, ein sehr großes Glück. Eigentlich war Uschi schon im Pflegeheim, doch sie wollte zu Hause sterben in ihrer Wohnung, deshalb fragte mich ihre Schwester, ob ich das übernehmen könne. Ich hatte Interesse, doch war ein gewagter Schritt. So machte ich von meiner Seite aus den Vorschlag, dass wir Uschi 2 oder 3 Wochen nach Hause holten um zu schaurn wie die Chemie zwischen uns und vor allem mit Amanda funktioniert. Ich wohnte zu dieser Zeit noch in der Ludwigstrasse im Bahnhofsviertel, musste also jeden Morgen früh rausfahren in den Riederwald denn da hatte ich im Haus auf dem selben Flur noch eine Patientin, die aber hingegen ihres Alters noch sehr fit war mit 95     Jahren. Sie machte noch vieles alleine bei ihr ging es mehr ums einkaufen oder spazieren etc. Bei Uschi hingegen könnte es sein, dass ich öfters mal über Nacht bleiben muss wenn s ihr nicht gut geht. 

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Schon nach nicht ganz zwei Wochen konnte ich mit Uschi in Ruhe reden und mit ihr entscheiden, dass sie wieder zu Hause einziehen kann. Ich hatte mich ernsthaft mit diesem Thema auseinander gesetzt und war mir sicher, dass wir das gemeinsam packen.

Uschi war überglücklich weil sie nun auch sicher sein konnte, dass sie Amanda oft an ihrer Seite hatte. So dauerte es nicht lange bis ich ganz bei Uschi eingezogen bin. Anfangs habe ich das Sofa nachts zum schlafen genutzt und ging dann noch zu zwei anderen Patienten. Es war so gedacht, wenn jemand verstirbt nehme ich niemand neues an. Musste ja damit rechnen, dass es auf kurz oder lang Uschi erheblich schlechter ging und ich mehr Zeit für sie aufbringen musste.

Die Ärzte damals vom Pflegeheim hatten ihr noch allerhöchstens eine Chance von  drei bis sechs Monaten gegeben, da ihre Leber nur noch aus Fetzen bestand und dazu noch 6 verkapselte Lebermetastasen vorhanden waren. Dass dann aus den drei bis sechs Monaten errechneter Überlebenschance bei guter