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Diese Fotos habe ich aus dem Internet heruntergeladen. Zum Glück muss man sagen, erfährt man im Internet was sie fressen, was sie mögenn und was sie brauchen um zu genesen. Dort steht auch ausdrücklich, auch wenn sie nicht am aussterben sind, darf man sie nicht länger als notwendig ihrer Freiheit berauben und muss sie nach Genesung wieder draußen auswildern.

" Erdkröte Franz Josef" aus Karlsbrunn 

Liebe Natur und Tierfreunde,

wir haben Ende März und das bedeutet wieder die Zeit der " Krötenwanderungen " Dessen wurde ich mir hautnah bewusst bei einem Spaziergang nach Hause von Karlsbrunn :

Es war schon später Abend, ich war auf dem Nachhauseweg von Karlsbrunn nach Sankt Nikolaus zu Fuß.

Auf einmal hoppelte mir etwas auf meine Schuhe und blieb sitzen. Bei näherem hinsehen sah ich, dass es eine Erdkröte ist. Sie humpelte und hatte eine Verletzung am rechten hinteren Schenkel. Was sollte ich machen ? Wegschauen und gehen, das Tierchen sich selbst an der stark befahrenen Straße überlassen - nein das konnte ich nicht, das ging einfach nicht. Also nahm ich dieses verletzte Tier in die Hand und rief Monika an, bat sie, dass sie mich mit dem Auto abholt. Monika kam dann sofort. Begeistert war sie nicht, sie konnte sie auch nicht streicheln aber sie ist tierlieb. Das reichte mir um sie zu  überzeugen, dass ich das Tierchen nur so lange pflege bis es laufen kann, dass es sich schnell genug fortbewegen kann.

Es stellte sich dann heraus, dass der Schenkel entweder gebrochen oder verzerrt ist.

Ein bisschen gemeinsam überlegt so kamen wir zu dem Entschluss eine Kunststoffbox für unter das Bett zu besorgen, was wir gemacht haben. Diese Box kam in die Badewanne, eine flache große Schale mit Wasser rein und Laub, sowie ein Stück halbe Rinde zum verstecken. Wegen dem Futter schaute ich im Netz. Monika fuhr zum  Fressnapf, doch die hatten nichts. Also fuhr sie weiter zum Dehner, wo sie Heimchen fürs erste bekam.  

Am nächsten Tag fuhren wir dann nochmal zum Dehner, da hatten sie Neulieferung bekommen. Ich besorgte für Franz Josef nochmals Heimchen, Mehlwürmer und ganz ekelhaftes Gevieh sah aus wie ca. 3 cm große Kakerlaken. Zumindest sehr ähnlich.

Gut, Franz Josef ist jetzt versorgt, die Heimchen machen nachts in ihren Verpackungen ein lautes Theater.

Heute morgen als ich nach ihm sah merkte ich, dass er hüpfen kann und per Purzelbaum schon aus der Kiste in die Badewanne kam, dort wusselig umherhüpfte so, als wolle er mir zeigen hey Du lass mich frei ich bin fit.

Dem werden wir nach dem Frühstück auch nachkommen, Wir fahren nacher hoch nach Ludweiler, dort hat der NABU solche Sperren an der Strasse errichtet damit sie nicht über die Strasse hoppeln wegen der Paarungszeit. Dort setze ich ihn am Feuchtgebiet ab. Es ist nicht die Stelle, wo er auf meinen Fuß hoppelte, denn dort geht 3s gar nicht wegen dem extremen Autoverkehr.

So habe ich ihn wenigstens vor dem Tod gerettet und ich hoffe, dass Franz Josef auch mehrere Leben hat wie eine Katze.

Apropo  Katzer, meinem Kater Seppi habe ich Franz Josef gezeigt, ihn berührt damit er weis, dass dieses ein Mitbewohner hier ist und zum quälen ein Tabu. Und wie mein Seppi eben nun mal ist, er hat es verstanden. Er setzte sich zwischendurch in die Badewanne und beobachtete den Franz Josef, aber nur beobachten wenn er hoppelte schaute er ihm zu, ohne Versuch ihn zu packen. Braver Seppi, einfach ein guter Junge. Nachher folgen noch ein paar Fotos von Franz Josef zur Erinnerung, denn heute ist leider sein letzter Asyltag. Wenn ich ihn auswildere, dann tut mir das sicherlich weh und vielleicht kommen auch ein paar Tränchen , denn ich hab mich schon an den  Fuzi gewöhnt und ihn ins Herz geschlossen aber Tierschutz bedeutet auch loslassen wenn die Zeit gekommen ist. Jetzt wäre die Pflege weiterhin eine Quälerei, denn er möchte und kann sich selbst versorgen. Zumal sich auch Monika ekelt vor ihm - schon deswegen wäre es unschön ihn weiter zu behalten.

Dass er mich zwischendurch immer wieder mal angepinkelt hat, ist ihm schon lange verziehen,ich denke es war aus Angst oder Unsicherheit. Wenn er nicht auf meine Hilfe gehofft hätte dann hätte er sich auch nicht auf meine Schuhe gesetzt.

Hier ein paar Fotos von Franz Josef zu Hause im Badezimmer :

Euer 

Daniel - Thomas Müller

02.April 2022